Betriebswirt IHK - welches Gehalt ist mit diesem Abschluss möglich?
Das Gehalt, das du als Geprüfter IHK-Betriebswirt erzielen kannst, hängt von unterschiedlichen Anforderungen und Voraussetzungen ab. Einfluss auf das Gehalt hat beispielsweise die Branche, in welcher Stadt sich das Unternehmen befindet sowie die Größe des Unternehmens. Auch dein Alter und die vorzuweisenden Jahre an Berufserfahrung, das Einsatzfeld und die finanzielle Situation im Unternehmen selbst sind relevante Aspekte bei der Festlegung des Verdienstes, den Betriebswirte für die Ausübung ihres Jobs erhalten.
Allgemein können die Perspektiven im Beruf als Betriebswirt als sehr gut bezeichnet werden, denn der Abschluss liegt auf der höchsten Niveaustufe, Stufe 7 des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) und wird somit als gleichwertig mit dem Master angesehen, der an einer staatlichen Hochschule erlangt wird. Diese hohe Einstufung schlägt sich auch im Gehalt vom Betriebswirt nieder.
Das Einstiegsgehalt liegt bei etwa 2.500 bis 3.000 Euro brutto und steigert sich im Laufe der Zeit kontinuierlich. Während das Gehalt eines kaufmännischen Angestellten ohne Weiterbildung je nach Branche zwischen 2.200 und 3.500 Euro brutto liegt, kannst du als Betriebswirt je nach Position, Branche und Berufserfahrung deutlich höhere Gehälter von 4.000 bis über 8.000 Euro brutto monatlich erreichen.

Quelle: https://web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas/beruf/14891 - abgerufen am 22.05.2024
Besonders stark profitierst du als Berufstätiger, wenn du nach einer kaufmännischen Ausbildung wie etwas dem Industriekaufmann, Groß- und Außenhandelskaufmann oder Bankkaufmann in eine gehobene Position wechseln möchtest. Die Gehaltssteigerung beträgt hier häufig zwischen 20 - 50% im Vergleich zum vorherigen Verdienst. Darüber hinaus gibt es nicht selten zusätzliche Sonderzahlungen wie Boni oder leistungsbezogene Prämien sowie nicht-monetäre Leistungen, etwa ein eigener Firmenwagen, die im Laufe der Jahre ebenfalls hinzukommen können.
Welche Branchen und Aufgabenfelder ermöglichen ein hohes Gehalt als Betriebswirt (IHK)?
Je nach Verantwortungsbereich können sich angehende Betriebswirte auf besonders gute Vergütungschancen freuen, denn manche Branchen zahlen ein deutlich höheres Gehalt als andere. So werden Jobs im Versicherungswesen und in der Finanzwirtschaft mit bis zu 5.000 Euro brutto außerordentlich hoch vergütet. Kommen dann einige Jahre an Berufserfahrung dazu, steigt der Verdienst als geprüfter Betriebswirt schnell auf Spitzensätze an.
Auch Tätigkeiten mit Schwerpunkt auf dem Steuerrecht, Controlling sowie im Rechnungswesen werden tendenziell mit einem besseren Gehalt entlohnt. Besonders lukrativ sind Positionen mit Führungsverantwortung. Diese üben meist geprüfte Betriebswirte aus, die bereits 3 - 5 Jahre Berufserfahrung haben und sich ein vielseitiges Branchenwissen aneignen konnten.
Berufsbilder, die ein hohes Gehalt erzielen, umfassen etwa die Tätigkeit als Finanzbuchhalter, Controller, Risikomanager oder Versicherungsberater. Mit einem Beruf in der Steuerbranche oder in der Technik und IT können die höchsten Gehälter erzielt werden, letzterer kann bis zu 12.000 Euro brutto verdienen. Weitere Branchen, in denen die Karriere- und Vergütungsaussichten eine positive Entwicklung verzeichnen, umfassen die Immobilien- und Bauwirtschaft sowie der Bereich Medien und Marketing. Auch hier findet man als Betriebswirt einen gut bezahlten Job.
Branche |
Durchschnittliches Einstiegsgehalt
|
Durchschnittliches Gehalt
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Bau- und Immobilienwirtschaft | 2.500 € | 3.750 € |
Finanzen und Versicherung | 2.500 € | 5.000 € |
Gesundheit und Soziales | 2.600 € | 8.000 € |
Logistik und Verkehr | 3.200 € | 5.500 € |
Medien und Marketing | 2.500 € | 6.500 € |
Sport und Fitness | 2.100 € | 4.000 € |
Steuer- und Rechnungswesen | 3.300 € | 8.000 € |
Technik und IT | 2.300 € | 12.000 € |
Verwaltung und Personal | 2.700 € | 6.500 € |
Das Nettogehalt eines Betriebswirts hängt von Steuerklasse, Sozialversicherungsabgaben und individuellen Faktoren ab. Beispielhafte Nettoverdienste:
- Einstiegsgehalt von 3.000 € brutto → ca. 2.000 € netto (Steuerklasse 1, keine Kinder, gesetzliche Krankenversicherung)
- Durchschnittsgehalt von 5.000 € brutto → ca. 3.100 € netto
- Top-Gehalt von 8.000 € brutto → ca. 4.600 € netto
Wer in der Finanz- oder Steuerbranche tätig ist oder durch eine Führungspostion mehr verdient, muss jedoch mit höheren steuerlichen Abzügen rechnen.
Einflussfaktoren auf das Gehalt des Geprüften Betriebswirts (IHK)
Dein Gehalt kann von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden:
- Standort des Unternehmens: Ob auf dem Land oder in der Stadt, im Osten oder Westen – all das kann das Gehalt eines geprüften Betriebswirts beeinflussen.
- Größe des Unternehmens: Große Unternehmen zahlen oft höhere Gehälter als kleine und mittelständische Betriebe. In kleineren Unternehmen bist du oft für mehrere Bereiche zuständig, während du in großen Unternehmen als Spezialist für ein bestimmtes Gebiet eingesetzt wirst.
- Aufgabenbereich und Verantwortung: Dein Aufgabenbereich hat großen Einfluss auf dein Gehalt. Hohe Verantwortung für Mitarbeiter und Unternehmenssicherheit wirkt sich positiv auf dein Gehalt aus. Zusätzliche Qualifikationen können dein Gehalt weiter verbessern.
- Bisherige Erfahrung und Expertise: Deine bisherigen beruflichen Erfahrungen können sich positiv auf dein Gehalt als geprüfter Betriebswirt auswirken.
- Alter: Mit zunehmendem Alter und entsprechender Berufserfahrung steigt in der Regel dein Gehalt, da erfahrene Arbeitskräfte für die Wissensweitergabe an jüngere Kollegen unersetzlich sind.
Zusätzlich bieten viele Unternehmen attraktive Boni wie Firmenwagen, Weihnachtsgeld, 13. Monatsgehalt oder erfolgsabhängige Bonuszahlungen.
Karrieremöglichkeiten als Geprüfter Betriebswirt (IHK)

Willst du in höhere Positionen aufsteigen und verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen, dann ist eine Weiterbildung zum Betriebswirt (IHK) die richtige Wahl und kann sich richtig lohnen. Diese Weiterbildung richtet sich an Fachwirte, Meister, kaufmännische Angestellte und Führungskräfte, die sich gezielt für Management- und strategische Aufgaben qualifizieren wollen. Aber auch wenn du selbstständig oder Unternehmer bist kann sich der Abschluss für dich lohnen, da du umfassende betriebswirtschaftliche Kenntnisse vermittelt bekommst.
Dank der Möglichkeit des berufsbegleitenden Lernens sowie diverser staatlicher Förderungen ist die Weiterbildung auch gut mit deinem Berufs- und Privatleben vereinbar. Nach der DIHK-Erfolgsstudie Weiterbildung von 2023 profitieren Absolventen vor allem finanziell deutlich von dem Abschluss: mehr als die Hälfte der Teilnehmer konnten nach der Weiterbildung ein höheres Gehalt erzielen, ein Viertel davon verdiente monatlich über 1.000 Euro mehr! Außerdem konnten über 70% der Absolventen die Weiterbildungskosten durch die Förderungen decken.
Berufliche Einsatzmöglichkeiten als Betriebswirt (IHK)
Betriebswirte übernehmen strategische und organisatorische Aufgaben in Unternehmen. Sie sind in verschiedenen Bereichen tätig, darunter:
- Controlling & Finanzmanagement: Budgetplanung, Kostenkontrolle, Investitionsentscheidungen
- Marketing & Vertrieb: Marktanalysen, Verkaufsstrategien, Kundenmanagement
- Personalwesen: Führung und Entwicklung von Mitarbeitern, Personalplanung
- Logistik & Einkauf: Lieferkettenoptimierung, Beschaffungsmanagement
- Unternehmensführung & Geschäftsleitung: Strategische Planung, betriebliche Organisation
Da der Betriebswirt eine praxisnahe Weiterbildung ist, wird er in der Wirtschaft hoch anerkannt. Absolventen haben Zugang zu vielfältigen Karrierewegen und können in nahezu jeder Branche tätig sein.
Wie schwer ist die Prüfung zum Betriebswirt (IHK)?
Die Weiterbildung gilt zwar als anspruchsvoll, mit guter Vorbereitung ist sie jedoch gut zu meistern. Die Durchfallquote liegt bei circa 15-25%, was bedeutet, das die Mehrheit der Teilnehmer die Prüfungen erfolgreich besteht. Wenn du dich frühzeitig und gewissenhaft mit den Lerninhalten beschäftigst gibt es also keinen Grund zur Sorge!
Qualifikationsstufe des Geprüften Betriebswirt (IHK) und Vergleich mit dem Staatlich Geprüften Betriebswirt
Der Geprüfte Betriebswirt IHK ist nach dem Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) auf Stufe 7 eingeordnet und damit auf derselben Stufe wie der Master-Abschluss einer Hochschule. Zum Vergleich: ein Meister befindet sich auf Stufe 6, also demselben Niveau wie ein Bachelor-Abschluss. Das heißt für dich, wenn du bereits einen Meistertitel besitzt und dich auf betriebswirtschaftlicher Ebene weiterentwickeln möchtest, dann kann der Betriebswirt ein sinnvoller Schritt auf deiner Karriereleiter sein.
Was ist der Unterschied zwischen Betriebswirt und staatlich geprüftem Betriebswirt?
Es gibt wesentliche Unterschiede zwischen dem Geprüften Betriebswirt (IHK) und dem Staatlich geprüften Betriebswirt.
Merkmal | Geprüfter Betriebswirt (IHK) | Staatlich geprüfter Betriebswirt |
Qualifikationsstufe (DQR) | 7 (Master-Niveau) | 6 (Bachelor-Niveau) |
Dauer der Weiterbildung | 6–18 Monate (je nach Format) | 2 Jahre Vollzeit oder 3–4 Jahre berufsbegleitend |
Schwerpunkt | Praxisnah, wirtschaftsorientiert | Theoretischer, stärker akademisch |
Abschluss | IHK-Zertifikat | Schulischer Abschluss mit staatlicher Prüfung |
Flexibilität | Berufsbegleitend, Teilzeit oder Vollzeit | Meist an Fachschulen mit festen Unterrichtszeiten |
Anerkennung in Unternehmen | Sehr hoch durch Praxisbezug | Ebenfalls hoch, aber mehr schulisch ausgelegt |
Der Geprüfte Betriebswirt (IHK) zeichnet sich besonders durch seinen starken Praxisbezug aus und wird in der Wirtschaft hoch anerkannt. Er richtet sich an Personen mit einer kaufmännischen oder wirtschaftsnahen Berufsausbildung, die sich gezielt für Führungspositionen qualifizieren möchten.
Der Staatlich geprüfte Betriebswirt hingegen wird an Fachschulen für Wirtschaft angeboten und hat einen stärker schulischen Charakter. Die Weiterbildung dauert in der Regel länger und vertieft verstärkt theoretisches Wissen.
Wer eine kürzere, praxisorientierte Weiterbildung mit hoher Unternehmensakzeptanz sucht, ist mit dem Geprüften Betriebswirt (IHK) gut beraten. Wer hingegen eine tiefergehende, schulische Weiterbildung mit akademischem Fokus bevorzugt, kann sich für den Staatlich geprüften Betriebswirt entscheiden.
Dauer und Voraussetzungen
Wie lange dauert die Ausbildung zum Betriebswirt?
Die Weiterbildung zum Geprüften Betriebswirt (IHK) ist keine klassische Ausbildung, sondern eine Aufstiegsfortbildung für Personen mit beruflicher Erfahrung. Die Dauer hängt von der gewählten Lehrgangsform und dem Lehrgang an sich ab. Am DeLSt kannst du mit folgenden Zeiten ungefähr rechnen, bist aber komplett flexibel:
- Vollzeit: ca. 4 Monate
- Teilzeit: ca. 9 Monate
- Berufsbegleitend: ca. 18 Monate
Die Dauer variiert richtet sich aber nach dir - wenn du schneller lernst, bist du ggfs. auch schneller mit deiner Weiterbildung durch.
Was braucht man, um Betriebswirt zu werden?
Um die Weiterbildung zum Geprüften Betriebswirt (IHK) zu beginnen, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
- Fachwirt (branchenunabhängig), z. B. Wirtschaftsfachwirt (IHK), Industriefachwirt (IHK) oder Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen (IHK) empfohlen
- PC / Laptop (mit Webcam und Headset) oder Tablet zur Teilnahme an den Webinaren
- Internetzugang (mind. DSL-Geschwindigkeit)
Solltest du nicht über die Voraussetzungen verfügen und dennoch den Studiengang absolvieren wollen, dann nehme bitte Kontakt zu uns auf.
Möchtest du ergänzend die externe Prüfung der Industrie- und Handelskammer ablegen und das IHK-Zertifikat erwerben? In diesem Fall sind folgende Voraussetzungen erforderlich:
Zur Prüfung wird zugelassen, wer eine mit Erfolg abgelegte
- IHK-Aufstiegsfortbildungsprüfung zum Fachwirt oder
- Fachkaufmann oder
- eine vergleichbare kaufmännische Fortbildungsprüfung nach dem Berufsbildungsgesetz nachweist oder
- eine mit Erfolg abgelegte staatliche oder staatlich anerkannte Prüfung an einer auf eine Berufsausbildung aufbauenden kaufmännischen Fachschule und eine anschließend mindestens drei Jahre Berufserfahrung nachweist.
Wie kann man sich als Betriebswirt weiterbilden?
Nach dem Abschluss als Geprüfter Betriebswirt (IHK) gibt es verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten, um sich noch weiter zu spezialisieren:
- Studium: Viele Absolventen entscheiden sich für ein Bachelor- oder Masterstudium im Bereich BWL, Wirtschaftsrecht oder Unternehmensführung, da der Betriebswirt auf DQR-Stufe 7 eingestuft ist und als gleichwertig mit dem Master-Abschluss gilt.
- Spezialisierungen: Zusätzliche Qualifikationen in Finanzmanagement, Controlling, Marketing oder Personalmanagement können die Karrierechancen weiter steigern.
- Branchenspezifische Fortbildungen: Wer in einer bestimmten Branche (z. B. IT, Gesundheitswesen, Logistik) tätig ist, kann sich durch branchenspezifische Seminare und Zertifikate weiterentwickeln.
- Selbstständigkeit: Mit den betriebswirtschaftlichen Kenntnissen können Absolventen auch den Schritt in die Selbstständigkeit wagen und ein eigenes Unternehmen gründen.
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